Freude, ein Geheimnis?

Wir Menschen sind für die Freude geboren. Das Leben nährt sich durch Freude. Alles, was nicht aus ihr entsteht ist in der Regel entbehrlich.

Wirkliche Freude ist für viele Menschen ein Rätsel. Ein paar Statements. Freude hat sicher jemand, der tun kann was sie/ihn freut.

Haben wir nicht Maschinen erfunden, die die Arbeit leichter und schneller machen? Warum müssen wir dann mehr arbeiten, damit wir wettbewerbsfähig sind? Zukunftsforscher haben vor etwa 20 Jahren prophezeit, dass wir in der heutigen Zeit nur mehr ein paar Stunden pro Woche arbeiten müssen. Nebenbei bemerkt, die Produktivität ist in Europa seit den siebziger Jahren um das fünf-fache gestiegen. Wir haben Roboter (robot= Arbeit, Roboter= ARBEITer) zur Erledigung der Arbeiten. Könnten wir diese frei gewordene Zeit heute sinnvoller einsetzen? Was ist aus diesem FORTSCHRITT nur geworden? Hat der Spruch „Der Mensch lebt nicht vom Brot alleine“ noch Aktualität?

Warum leben immer mehr Menschen alleine und sehnen sich nach Nähe oder haben, um nicht verletzt zu werden schon lange aufgegeben diese Nähe zu suchen? Warum wird wenig bis gar nicht mehr über die wirklich wichtigen Dinge im Leben geredet sondern gibt es fast nur noch sogenannten Smalltalk (= sich klein unterhalten)?

Wie viele Freunde tummeln sich in FACE-BOOK (= Gesichtsbuch häh?).  Und wo bleibt das Gefühl der Geborgenheit, das Gefühl eines MITEINANDER? Die Fassaden der Häuser sind schöner geworden und sie sind häufig mit einer Isolierung überzogen worden. So wie die der Menschen auch. Sie sind besser gestylt, tragen Kleider mit Symbolen bei denen man ihnen einredet sie tragen zu müssen um dazu zu gehören. Dabei sind sie genauso mit einer Isolierschicht umgeben wie Ihre Häuser. Durch ihr Smartphone sind sie sind per Funk miteinander verbunden, aber nicht mit dem Herzen. Die Herzen der Menschen sind genau so weit auseinander wie die Smartphones. Wie Außen so Innen.

NOTenBANKen schütten jedes Jahr mehr Geld aus. Sie reden uns ein, sie machen das deshalb weil zu wenig Geld vorhanden ist. Ist das wirklich notwendig? Warum wendet dies aber nicht die Not auf der Welt sondern vergrößert diese ständig?  Warum bekommen zum Beispiel Pensionisten immer weniger Geld und sollen immer länger arbeiten? Wo doch jedes Jahr das Geld so viel mehr wird und wir Maschinen (Roboter) für die Arbeit haben? Warum strömen dann Armutsflüchtlinge zu uns, wenn doch für alle gesorgt sein sollte?

Warum muss eine Mutter nach der Geburt eines Kindes so schnell als möglich wieder arbeiten gehen? Zum Wohle des Kindes? Da fällt mir noch ein: Warum wird ständig darüber geredet, dass die Leute Arbeit brauchen aber nicht darüber, dass die Menschen Einkommen brauchen? Warum können die Ressourcen der Mutter Erde nicht  so aufgeteilt werden, dass zumindest für grundlegenden Bedürfnisse aller Menschen gesorgt ist? Sich um die grundlegenden Bedürfnisse keine Sorgen machen zu müssen hat sicher viel mit Freude zu tun! Wer sich Sorgen macht, begründet oder auch unbegründet, wie es am nächsten Tag weitergeht, der kann (meistens) nicht in Freude leben.

Warum wird in den Schulen die Freude so stiefmütterlich behandelt? In den (meisten) Schulen gibt es keinen „UNTERRICHT“ (das untere richten?) zum Thema Freude, ja nicht einmal Unterricht mit Freude. Der Begriff SCHULE kommt von griechisch-lateinischen „Schola“ und seine Ursprungsbedeutung war „freie Zeit“ oder „nichts tun“.  Da hat sich das Verständnis von Schule aber in eine ganz andere Richtung entwickelt. Von „freie Zeit“ ist da nicht mehr viel übriggeblieben. So schaut es denn auch zum größten Teil mit der Freude in Schule aus. Stoff zu lernen ist das wichtigste. Stoff zu wissen kann gemessen werden. Stoff zu verstehen kann nicht oder nur schwer gemessen werden. Wenn Kinder mit Freude in ihrer freien Zeit (=Schola) sich mit dem zu Lernenden beschäftigen, lernen sie die Zusammenhänge leichter zu begreifen. Einfach weil es ihnen Spaß macht. Es gibt in der modernen Schule weder einen Unterrichtsgegenstand „Freude“ als auch keinen „Mein Energiehaushalt (würde auch den Umgang mit Geld beinhalten)“. Wenn auch im Elternhaus (wirkliche) Freude kein Thema ist, werden diese Menschen mit einem hohen Defizit zum Zustand der Freude in das Erwachsenenleben entsendet.

So, das war ein paar wenige Beispiele, was und warum Freude nicht ist. Es ist immer gut, wenn man einen „neuen Begriff“ lernt zu wissen, was dieser nicht beinhaltet.

Und wie geht das jetzt, in Freude leben? Geht das überhaupt?

Wie jeder Mensch weiß, leben wir (derzeit[noch]) in einer bipolaren Welt: oben-unten, links-rechts, kalt-heiß, Tag-Nacht, männlich-weiblich (ungegendert ;-)), usw. Na ja, und jeder von kennt doch jemanden, der kaum in der Freude lebt. Also sollte auch „(fast?) immer in der Freude“ möglich sein. Und  es geht, auch wenn es sich ganz unmöglich anhört. Und es gibt nichts ansteckenderes als richtige, anhaltende Freude.

Jeder Besitzer einer Playstation weiß: je mehr man übt, desto besser kommt man durchs Spiel. Und ein Freudianer weiß, dass er seine Freude seinem Willen zu verdanken hat in Freude zu leben. Wobei Freude „zu üben“ eben eher ein Spiel ist denn eine großartige Anstrengung. Lediglich immer wieder daran zu denken, „Ich lebe in Freude“ ist dazu nötig.

Vielleicht bist du den ersten Tag nur 2 Minuten „in der Freude“. Du wirst jedoch sehen, es wird mit jedem Tag mehr werden, wenn du dich darum bemühst. Du musst nur jedes Mal wenn dir bewusst wirst, dass du jetzt nicht in der Freude bist wieder daran denken und den Faden wieder aufnehmen: „Ich lebe in Freude“.

Eine wichtige Feststellung:  Freude ist Dankbarkeit und ein Bestandteil der bedingungslosen Liebe.

Was ist zu tun?

So, genug der Fragen. Wir werden uns jetzt mit ein im Ansatz damit beschäftigen: Wie kommt Freude in mein Leben?

Ich bin glücklich, weil ich mich freue. Ich freue mich weil ich glücklich bin. Aber Freude ist weit mehr als glücklich sein. Es gibt viele Definitionen für das Wort Freude bzw. den Zustand der Freude.

Das Wort stammt aus dem mittelhochdeutschen „vröuwen“ oder althochdeutschen „frewan“. Der Ursprung beider Wörter ist im germanischen „frawija“ zu finden. Die Bedeutung dieser Wörter ist „froh machen“. Die Voraussetzung um froh zu sein wird im Buddhismus mit einem ausgeglichenen Zustand der Seele sowie einer achtsamen und guten Lebensweise angeführt. Dabei nimmt im Buddhismus das Freuen an der Freude anderer Geschöpfe eine zentrale Stellung ein. Es gibt weitreichendere Definitionen. Freude ist mehr als eine Emotion. Wirkliche und ausdauernde Freude hat eine ganz feine Schwingung und kann nicht mit einer Emotion gleichgesetzt werden. Wie Freude entstehen kann, ist auch im Christentum in einer Aussage enthalten: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“. Es wird also im Christentum auch Selbstliebe wärmstens empfohlen!

Die Freude ist mit der Liebe stark verbunden. Ein achtsamer Mensch ist im Zustand der Freude, er sieht das pure Leben und das was dahinter liegt und ist dankbar für alles und für den Zustand der Freude, auch wenn die äußeren Umstände (momentan) nicht danach ausschauen. Das liest sich für manche so, als würde ich hier Stuss von mir geben. Wer dies meint, kann jetzt zu lesen aufhören. Im weiterführenden Link kommt mehr davon. Ein Mensch mit immerwährender Freude ist mit der feinstofflichen Welt (= Dinge und Wirkungen, die man nicht sieht aber fühlen kann) sehr stark verbunden.

Am besten merkt man dass man im Zustand der Freude ist wenn man Menschen anzieht die auch freudig leben. Man tut nichts dazu und auf einmal ist man mit Menschen umgeben die Freude, Wärme und Zuversicht ausstrahlen. Alle anderen haben sich still und leise verzogen, ohne dass wir aktiv etwas unternommen haben. Und es geschieht fast nichts mehr, was ärgert oder miss-mutig machen könnte.

So, nun kommt die Anleitung, was zu tun ist, um in Freude zu leben. Es ist so einfach und deshalb wie alle einfachen Dinge auch sehr schwer. Die ganze Anleitung besteht aus vier Wörtern: IN FREUDE ZU LEBEN. Mehr ist dazu in aller Kürze nicht zu sagen.

Na ja, einen Tipp hätte ich noch: Wenn du spürst, dass du nicht in der Freude bist, dann denke daran, wie ein Leben in Freude sich anfühlt und sage zu dir selbst: „JETZT lebe ich in der FREUDE“.

Max Lemberger

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3 Gedanken zu „Freude, ein Geheimnis?

  1. Danke für diesen Artikel, möchte gerne immer wieder hier lesen.
    Macht Freude. Eine sehr schöne Seite.
    Viel mehr Freude erwartet das Leben. Das Leben ist schön.

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